Ein harter Schlag für den Kreis Rendsburg-Eckernförde – es bedarf nun für die Gebietskörperschaften in Rendsburg-Eckernförde eine verstärkte Solidarität des Bundes
Kirstin Funke, MdL zum Stationierungskonzept der Bundeswehr.
Für den Kreis Rendsburg- Eckernförde ist das neue Stationierungskonzept ein weiterer harter Schlag. Die nicht absehbare Auflösung des LTG 63 und die damit verbundene Schließung der Standorte Alt Duvenstedt und Hohn bedeutet den Verlust von fast 1800 Dienstposten in dem schon von den zurückliegenden Bundeswehrreformen stark betroffenen Rendsburger Raum.
„Den betroffenen Soldaten- und zivilen Mitarbeiterfamilien, sowie den direkt vom Standort abhängigen Beschäftigten und Unternehmen muss nun unsere Sorge gelten“ sagt Funke und fügt hinzu „Ihren Nöten und Ängsten müssen nun die weiteren Feinausplanungen Rechnung tragen.“
Für den Flugplatz in Hohn bleibt zu hoffen, dass sehr schnell eine Konversion eingeleitet werden wird, damit eine Perspektive mit neuen, auf Dauer ausgelegten Arbeitsplätzen, entstehen kann.
Die FDP-Landtagsfraktion wird sich darüber hinaus für eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Baugesetzbuches einsetzen. Einige Liegenschaften im Außenbereich konnten bislang keiner zivilen Nutzung zugeführt werden, da das Baugesetzbuch dort eine bauliche Nutzung für Wohnen oder Gewerbe weitgehend ausschließt. Hier sollte ein Ausnahmetatbestand geschaffen werden, damit ehemalige Bundeswehr-Liegenschaften problemlos auch weiterhin genutzt werden können.
„Die Gebietskörperschaften brauchen nun die verstärkte Solidarität des Bundes“ fordert Funke,“damit ihnen bei den anstehenden Standortschließungen in Rendsburg-Eckernförde schnell geholfen wird.“
Die Standortsicherung für die Marine in Eckernförde scheint gelungen. Nominal trifft die Reduzierung um 40 Dienstposten im Vergleich zu anderen Standorten Eckernförde nicht sehr hart, „doch auch 40 Dienstposten sind Familienschicksale, die wir nicht aus den Augen verlieren sollten“ sagt Funke.
Mit dem Abzug der Feldjäger aus Eckernförde verliert der Kreis die letzte Einheit der Streitkräfte Basis.“ Umso wichtiger wird für den Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit zukünftig das Kreisverbindungskommando werden“ folgert Funke.
Für die Feldwebel Schmidt - Kaserne bleibt zu hoffen dass die begonnen Projekte zu einem guten Ende geführt werden können.“Auch der Verlust von 100 Dienstposten in Kronshagen ist schmerzlich, wobei die Verlegung des Schifffahrtsmedizinischen Institutes der Marine nach Kiel sicher weniger drastisch zu sehen ist, als eine ebenfalls mögliche Verlegung nach Wilhelmshaven“ sagt Funke abschließend.